JOROTO X4S Bluetooth Heimtrainer
- entwickelt über 3 Jahre mit über 100 Designänderungen und mehr als 2000 Praxistests
- robuste Stahlkonstruktion mit 2 mm Materialstärke, belastbar bis 160 kg
- stabile Dreiecksstruktur mit verbreiterten Standfüßen und Stahlkurbeln für hohe Lebensdauer
- 4-fach verstellbarer Sattel und Lenker, geeignet für Schrittlängen von 71 bis 95 cm
- individuell einstellbarer Widerstand über Drehknopf, optimal für alle Trainingslevel
- digitale Bluetooth-Konsole mit Hintergrundbeleuchtung und Anzeige von Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Kalorien, Last (1–100 %) und Herzfrequenz (bei Brustgurt-Nutzung)
- zwei solide Schwungräder und Riemenantrieb für wartungsfreie, geräuscharme Fahrt
- Magnet- und Lederbremssystem mit Notbremsfunktion für zusätzliche Sicherheit
- Gesamtgewicht: 44 kg (Versandgewicht: 49,5 kg) – schwerer und stabiler als viele Vergleichsmodelle
- Aufbauwerkzeuge im Lieferumfang, kostenloser Ersatzteilservice für 1 Jahr
- Kundenservice mit Antwortgarantie innerhalb von 24 Stunden
- inklusive 30 Tage Kinomap-Abonnement (nach Kontaktaufnahme mit JOROTO), insgesamt 44 Tage kostenfreier Zugriff möglich
Joroto X4S Test – Leises, stabiles Spinning-Bike mit Magnetbremse und schlankem Bordcomputer
✔ Schweres, sehr ruhig laufendes Spinning-Bike mit Fokus auf Mechanik: massiver Stahlrahmen, stabile Dreiecksstruktur und hohe Tragkraft bis 160 kg für regelmäßiges Heimtraining
✔ Leiser Multirillenen-Riemenantrieb, Magnetbremse und duale Schwungräder sorgen für ein harmonisches Fahrgefühl, das sich gut in den Wohnalltag integrieren lässt
✔ Großzügige Verstellwege an Sattel und Lenker machen das Bike für viele Nutzer passend – von kürzeren bis zu deutlich längeren Schrittlängen im Bereich des angegebenen Spektrums
✔ Der Widerstand wird klassisch per Drehknopf geregelt und lässt sich auf der Bluetooth-Konsole in 100 Laststufen ablesen; die wichtigsten Trainingsdaten wie Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Kalorien und Herzfrequenz bleiben im Blick
✔ Über das iConsole-Bluetooth-Protokoll ist die Nutzung gängiger Trainings-Apps möglich, inklusive erweitertem Kinomap-Zeitraum nach Aktivierung – ideal für virtuelle Strecken und geführte Einheiten
✖ Keine automatische Anpassung des Widerstands über Apps – die Laststeuerung bleibt vollständig manuell
✖ Schlanker Bordcomputer ohne große Multimedia-Oberfläche; das Gerät spielt seine Stärken vor allem in Kombination mit Tablet, Uhr oder TV aus
Einleitung
Das Joroto X4S positioniert sich als solides Spinning-Bike für den Heimgebrauch, das vor allem durch seinen sehr leisen Lauf, eine robuste Konstruktion und eine einfache Bedienung überzeugen möchte. Während viele Indoor-Bikes heute mit großen Touchdisplays oder umfangreichen Trainingscomputern auftreten, setzt das X4S auf ein reduziertes Konzept: ein mechanisch starkes Grundgerät mit Magnetbremse, Riemenantrieb, klassischem Drehknopf zur Lastregelung und einem kompakten Bordcomputer, der Basisdaten anzeigt. Ergänzend ermöglicht Bluetooth in der Praxis die Kopplung mit gängigen Trainingsapps – jedoch ohne automatische Widerstandssteuerung. Dieser Test fasst die prägenden Eigenschaften des X4S zusammen, beschreibt Stärken und Grenzen im Alltagseinsatz und ordnet das Gerät für verschiedene Zielgruppen ein – sachlich, neutral und allein auf Basis des vorliegenden Inputs.
Datenblatt
Gerät | JOROTO X4S |
Max. Gewicht | 160 kg |
Sitzverstellung | 10-stufig, horizontal und vertikal verstellbar |
Lenkerverstellung | 6-stufig, in Höhe und Neigung einstellbar |
Steuerung | Drehknopf mit digitalem Bluetooth-Display |
Bremssystem | Magnetbremse mit Notbremssystem |
Widerstand | Magnetisch, stufenlos regulierbar |
Stufen | 100 Widerstandsstufen (lesbar 1–100 %) |
Widerstandssystem | Riemenantrieb mit dualen Schwungrädern |
Programme | App-basierte Trainingsprogramme über Kinomap & iConsole |
Pulsmessung | Herzfrequenzanzeige über Bluetooth-Brustgurt (optional) |
Brustgurt | Bluetooth-kompatibel / 5 kHz |
Computeranzeige | Hintergrundbeleuchtetes Display mit Anzeige von Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien, RPM, Last, BPM |
Zusatzfunktionen | Notbremse, stabile Dreiecksstruktur, Transportrollen, Pedale mit Körbchen |
Konnektivität & Apps | Bluetooth, kompatibel mit Kinomap & iConsole (30 Tage Kinomap-Testversion inkl.) |
Abmessungen (L×B×H) | 126 × 52 × 117 cm |
Gewicht | 49,5 kg |
Klappbar | nein |
Lieferung, Verpackung und Aufbau
Der erste Kontakt mit dem X4S beginnt mit einer ausgesprochen sicheren Verpackung. Das Bike kommt gut geschützt, die Teile sind separat fixiert, und Transportschäden sind aufgrund der dichten Auspolsterung selten. Trotz des hohen Eigengewichts lässt sich der Aufbau mit der beiliegenden Anleitung und einem ergänzenden Video zügig bewältigen. Viele Baugruppen sind bereits vormontiert; die Restmontage (Standfüße, Lenker, Sattel, Konsole, Flaschen-/Gerätehalter) gelingt strukturiert, sodass auch eine Einzelperson das Gerät in kurzer Zeit „fahrfertig“ bekommt. Die beiliegenden Werkzeuge sind grundsätzlich nutzbar; wer häufiger montiert, greift erfahrungsgemäß lieber zu eigenem, griffigem Werkzeug, etwa bei Kreuzschlitz oder Inbus.
Im Aufbauprozess ist auf korrekte Ausrichtung von Sattelstütze, Lenkerschaft und Arretierungen zu achten. Der Flaschen- oder Gerätehalter erfordert eine saubere Verschraubung; vereinzelt kann es vorkommen, dass Gewinde oder Bohrungen nachgearbeitet bzw. korrekt ausgerichtet werden müssen. Sobald das Bike steht, helfen die vorn sitzenden Transportrollen beim Versetzen; Höhendifferenzen des Bodens lassen sich über Stellfüße ausgleichen. Insgesamt vermittelt das Montageszenario den Eindruck eines produktionstechnisch durchdachten Geräts, das ohne große Hürden startklar ist.
Verarbeitung und Stabilität
Charakteristisch für das X4S ist die massiv wirkende Stahlkonstruktion. Die Schweißnähte sind ordentlich, die Pulverbeschichtung wirkt widerstandsfähig, und das Bike steht sehr sicher – ein entscheidender Punkt, wenn man im Stehen sprintet oder mit höherer Trittfrequenz belastet. Nichts soll wackeln oder klappern, und genau hier setzt das X4S ein positives Signal: Der Rahmen ist verwindungsarm, die Kontaktpunkte sind fest, und die Gesamtkonstruktion fühlt sich nach „Studio-Niveau“ an. Das hohe Gewicht ist im Alltag kein Nachteil, denn Stabilität geht Indoor klar vor Mobilität; die verbauten Rollen erleichtern dennoch das Umstellen in der Wohnung.
In Einzelfällen können Montagetoleranzen oder Komponentenfehler auftreten (z. B. schief sitzender Lenker, fehlende Gewinde, frühzeitig knackendes Lager). Solche Ausreißer sind bei Seriengeräten nie völlig auszuschließen. Entscheidend ist, dass Probleme identifiziert und behoben werden – hierzu mehr im Abschnitt „Service & Support“.
Ergonomie und Einstellbereiche
Das X4S adressiert ein breites Spektrum an Körpergrößen; Sitzhöhe, Lenkerhöhe und der horizontale Versatz lassen sich für eine sportliche bis entspannte Position anpassen. Nutzer im Bereich um 1,90 m können das Bike grundsätzlich fahren; jenseits davon gelangt man je nach Beinlänge an Grenzen, sodass eine längere Sattelstütze sinnvoll sein kann. Für kleinere Personen ist der Einstellbereich ausreichend, sofern Sattel und Lenker angemessen abgesenkt werden.
Der Sattel ist sporttypisch geformt. Dass er manchen zu weich, anderen zu hart oder zu schmal erscheint, ist bei Indoor-Bikes nicht ungewöhnlich. Positiv: Der Sattel ist austauschbar, sodass man ohne großen Aufwand ein passendes Modell montieren kann. Der Lenker bietet mehrere Griffzonen; Polsterung und Form sind funktional, wenngleich nicht jeder die Geometrie ideal findet. Auch hier lässt sich anpassen: Lenkerband, alternative Griffe oder eigenständige Feinjustage steigern den Komfort.
Antrieb, Bremse und Widerstandsregelung
Kernkomponenten des X4S sind der Riemenantrieb und die Magnetbremse. Der Riemen überträgt die Kraft geräuscharm und ohne Kettenpflege; die Magnetbremse erzeugt den Widerstand kontaktlos. Gesteuert wird die Last über den großen Drehknopf. Diese mechanische Lösung hat zwei handfeste Vorteile: Sie reagiert direkt und bleibt dauerhaft wartungsarm, weil es keinen Schleißkontakt wie bei Filzbremsen gibt. Im Gegenzug fehlen definierte, digital abrufbare Laststufen – die Regelung erfolgt mit Gefühl und Blick auf Trittfrequenz, Geschwindigkeit oder subjektive Belastung. Wer Indoor-Cycling „klassisch“ mag, kommt damit hervorragend zurecht: Aufdrehen für Anstiege, Zurücknehmen für Erholung – ohne Systemlatenzen.
Eine häufig gestellte Frage lautet: „Passen Apps den Widerstand automatisch an?“ Beim X4S lautet die Antwort: nein. Der Widerstand bleibt manuell. Wer strukturierte, automatisch gesteuerte Workouts mit klarer Wattvorgabe und Auto-Last wünscht, benötigt ein entsprechend anderes System. Wer manuell regelt, kann dennoch sehr präzise trainieren – etwa, indem man feste „Load-Marken“ am Knopf nutzt, die Trittfrequenz stabil hält und Streckenprofile (Steigung/Gefälle) in der App als Leitlinie nutzt.
Fahrgefühl und Rundlauf
Das X4S gilt als „flüsterleise“. In der Praxis bedeutet das: Der mechanische Antrieb liefert ein sehr ruhiges Klangbild; häufig hört man eher die eigene Atmung als das Bike. Der Rundlauf ist gleichmäßig, Übergänge sind harmonisch, und auch im Wiegetritt bleibt die Kinematik sauber, ohne störende Resonanzen. Das trägt zum Studio-Gefühl bei und macht lange Einheiten im Wohnumfeld angenehm – Fernsehen, Musik oder begleitete Kursvideos bleiben gut verständlich.
Ein Punkt, der in Einzelfällen auftritt: neuartige „Klack“- oder „Knack“-Geräusche nach einigen Einsätzen. Diese können verschiedene Ursachen haben (Pedalgewinde, Lager, Riemenspannung, Schrauben). Wichtig: Derartige Geräusche sind nicht systemimmanent; meist verschwinden sie nach Korrektur oder Teiletausch wieder. Das führt zum nächsten Punkt: Wie schnell und zuverlässig lässt sich so etwas beheben?
Konsole, Display und Messwerte
Der Bordcomputer des X4S bleibt bewusst minimalistisch. Er zeigt die üblichen Basisgrößen an (Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Kalorien, ggf. Trittfrequenz/RPM) und wird mit Batterien versorgt. Damit ist das Bike unabhängig von einem Stromanschluss – praktisch bei der Platzwahl. Die Ablesbarkeit ist im hellen Raum unkritisch, in dunkler Umgebung jedoch begrenzt, da der Bildschirm in der Regel ohne starken Beleuchtungskomfort auskommt. In der Praxis schaltet er zudem nach kurzer Inaktivität ab, um Batterien zu sparen.
Im Zusammenspiel mit Apps und Wearables gilt: Das X4S überträgt keine automatisch gesteuerte Lastvorgabe an die Bremse. Die Datenübertragung selbst (z. B. Trittfrequenz bzw. „Cadence“) funktioniert, je nach App/Endgerät, in der Regel stabil. Herzfrequenz erfasst man – sofern gewünscht – über einen separaten Sensor (Armband/Brustgurt) mit Bluetooth-Anbindung an die jeweilige App oder direkt an die Uhr. Eine ANT+-Schnittstelle ist nicht vorgesehen; wer tiefe Integration in ein entsprechendes Ökosystem erwartet, sollte die Kompatibilität vorab prüfen.
Smartfunktionen und App-Einsatz
Das X4S lässt sich mit Apps koppeln, typischerweise Kinomap oder ähnliche Dienste. Der Nutzen: virtuelle Strecken, geführte Kurse, Aufzeichnung von Sessions und – je nach Plattform – Community-Features. Die Praxis zeigt jedoch Grenzen: Ohne Auto-Load bleibt die Laststeuerung am Knopf; Apps liefern visuelles und metrisches Feedback, die muskuläre Arbeit setzt die Hand am Regler um. Wer diese klassische Hands-On-Interaktion mag, wird nicht eingeschränkt. Wer vollautomatisierte Profile erwartet, wird dagegen die manuelle Komponente als Bruch erleben. Punktuell berichten Anwender zudem über Verbindungsfragen oder inkonsistente Dateninterpretation einzelner Apps – nicht ungewöhnlich angesichts der Vielfalt an Endgeräten, Protokollen und App-Versionen.
Ein pragmatischer Weg besteht darin, das Bike mit einer Uhr zu koppeln (z. B. über den erkannten Cadence-Sensor) und Trainingsmetriken primär dort zu erfassen, während man Inhalte (Kurse, Landschaftsfahrten, Intervallhinweise) am Tablet oder TV konsumiert. Alternativ greifen viele auf freie Videoinhalte (z. B. Fahrten in 4K) zurück und nutzen den Bordcomputer nur als schlichte Orientierung.
Service, Support und Ersatzteile
Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist die Unterstützung bei Problemen. Für das X4S zeigt der vorliegende Input eine klare Tendenz: Der Support reagiert zügig, zielorientiert und lösungsstark. Typische Szenarien: Austausch eines defekten Monitors, Zusendung einer längeren Sattelstütze für großgewachsene Nutzer, Ersatz eines Riemens oder Pedalkomponenten, Bereitstellung von Reparatur-Videos – und in Einzelfällen Kulanzlösungen bis hin zum Geräteaustausch oder einer Erstattung. Das unterstreicht den Anspruch, Funktionsstörungen nicht sich selbst zu überlassen, sondern aktiv zu beheben.
Dieser Punkt wiegt besonders schwer, weil die mechanische Basis des X4S robust ist. Tritt dennoch ein Mangel auf, entscheiden Reaktionszeit und Qualität der Abhilfe darüber, ob das Gerät „mitwächst“ und lange im Einsatz bleibt. In Summe vermittelt der Supporteindruck Vertrauen darin, dass das X4S über die Erstmontage hinaus betreut wird.
Wartung, Pflege und Haltbarkeit
Die kontaktlose Magnetbremse und der Riemenantrieb sorgen dafür, dass das X4S weitgehend wartungsarm bleibt. Es gibt keine Beläge, die sich abschmirgeln, und keine Kette, die gefettet werden müsste. Regelmäßiges Nachziehen von Schrauben nach den ersten Einheiten, die Kontrolle der Pedale und die Reinigung schweißexponierter Zonen reichen im Normalfall aus. Bei ungewöhnlichen Geräuschen ist es sinnvoll, systematisch vorzugehen: Pedale prüfen, Kurbeln, Riemenlaufruhe, Lager. Mit Unterstützung durch Anleitungen oder kurze Service-Clips lassen sich viele Punkte sauber und dauerhaft abstellen.
Geräuschentwicklung im Wohnalltag
Das X4S ist auf Laufruhe getrimmt. Die Summe aus Riemenantrieb, Magnetbremse und stabilem Rahmen führt zu einem Betriebsgeräusch, das wohnungstauglich ist – auch zu Randzeiten. Wer in Mehrfamilienhäusern trainiert, profitiert davon unmittelbar. In der Praxis ist eher die mechanische Kraftentfaltung hörbar (zum Beispiel das Auftreten im Stand) als das eigentliche Gerät. Eine schlichte Bodenschutzmatte genügt in der Regel, um Restschall zu dämpfen und Schweiß aufzufangen.
Grenzen und typische Stolpersteine
So robust das X4S konstruiert ist, existieren realistische Grenzen, die man kennen sollte:
- Keine automatische Lastregelung: Der Widerstand bleibt manuell. Wer App-Profile automatisch gefahren haben will, braucht ein entsprechend anderes System.
- Schlanke Konsole: Der Bordcomputer ist funktional, aber einfach. Erwartet man Programmvielfalt, beleuchtete Anzeige und detaillierte Metriken, wirkt er „oldschool“.
- Ergonomie-Feintuning: Nicht jede Hand/Lenker-Kombination passt sofort. Sattelwechsel und Lenkerband sind gängige Maßnahmen.
- Kompatibilität: Ohne ANT+ und mit reduzierter Datenübertragung muss man prüfen, ob das eigene Ökosystem (Uhr, App, Plattform) zum Setup passt.
- Fertigungstoleranzen: Seltene, aber mögliche Fälle (z. B. schiefes Teil, Geräuschentwicklung) erfordern Nacharbeit oder Teiltausch – hier greift der Service.
Zielgruppen und Einsatzzwecke
Das X4S richtet sich an Heimanwender, die ein belastbares Spinning-Bike mit sehr leisem Lauf und manueller Lastkontrolle suchen. Es eignet sich für strukturierte Cardio-Einheiten, Intervalltraining, Grundlagenausdauer, Indoor-Cycling-Kurse am Tablet sowie für saisonale Vorbereitung, wenn Straßenkilometer fehlen. Wer mit Pulszonen, Trittfrequenz und subjektiver Belastung arbeitet, erhält ein stimmiges Werkzeug, das sich unauffällig in den Wohnalltag integriert. Auch Nutzer im Re-Start (z. B. nach Trainingspausen) profitieren vom unkomplizierten Setup und der niedrigen Hürde, einfach „aufzusteigen und zu fahren“.
Weniger geeignet ist das X4S für Anwender, die eine möglichst tiefe Smart-Integration (inklusive ANT+), eine automatisch durch Apps gesteuerte Widerstandsführung oder einen umfangreichen, beleuchteten Trainingscomputer erwarten. In diesem Fall lohnt es, gezielt nach Systemen mit elektrischer Laststeuerung oder großen Konsolen zu suchen.
Praxisempfehlungen für den Start
Ein funktionierendes Basissetup entsteht mit wenigen Schritten: Bike stabil stellen, Sattelhöhe nach Beinlänge wählen (Ferse auf Pedal, Knie fast durchgestreckt), Lenker so einstellen, dass der Oberkörper entspannt und die Schultern locker bleiben. Für Einsteiger sind 20–40 Minuten bei moderater Last und 80–95 RPM ein guter Rahmen; Fortgeschrittene integrieren Intervalle, etwa wechselweise 1–3 Minuten höhere Last, 1–3 Minuten Entlastung. Wer eine Uhr nutzt, koppelt den Cadence-Sensor und zeichnet die Einheit dort auf; die App liefert parallel visuelle Motivation.
Komfort-Tuning lohnt sich: Ein passender Sattel, Lenkerband und solide Pedale (ggf. Klicksystem) heben den Gesamtkomfort deutlich. Eine Matte schützt Boden und Gerät; ein Ventilator verbessert das Klima bei längeren Einheiten. Mit dieser Basis wird das X4S zum verlässlichen „Arbeitstier“, das ohne viel Drumherum funktioniert – jeden Tag.
Preis-Leistung und Einordnung
Preislich tritt das X4S in einem Segment an, in dem viele Geräte entweder mit großen Displays (und höherem Preis) oder mit einfacherer Mechanik (und geringerem Laufkomfort) arbeiten. Die Stärke des X4S liegt im Fokus auf Mechanik, Laufruhe und Stabilität. Wer sein Setup ohnehin mit Tablet, TV oder Uhr ergänzt und den Widerstand gern selbst in der Hand behält, erhält ein stimmiges Gesamtpaket. Die Tatsache, dass Probleme – sofern vorhanden – vom Support aktiv angegangen werden, stärkt den langfristigen Wert zusätzlich.
Vorteile
- Sehr leiser Lauf dank Riemenantrieb und Magnetbremse
- Robuster, stabiler Rahmen – steht sicher, auch im Wiegetritt
- Direkte, feinfühlige Widerstandsregelung am Drehknopf
- Einfache Montage mit Anleitung/Video, viele Teile vormontiert
- Gute Grund-Ergonomie; Sattel/Lenker austausch- und anpassbar
- App-Nutzung möglich (z. B. virtuelle Strecken, Kurse, Aufzeichnung)
- Service & Support reagieren lösungsorientiert (Ersatzteile, Anleitungen, Kulanzfälle)
Nachteile
- Keine automatische Widerstandssteuerung durch Apps (Last bleibt manuell)
- Schlanker Bordcomputer: einfache Anzeige, begrenzte Funktionen
- Ohne ANT+ und mit reduzierter Datenübertragung – Ökosystem prüfen
- Sattel und Lenker nicht für alle perfekt – häufiger Tausch/Feintuning
- Seltene Fertigungstoleranzen/Frühdefekte möglich, erfordern Support
Geeignete Nutzergruppen
- Heimanwender, die ein besonders stabiles Spinning-Bike mit hoher Tragkraft und massivem Stahlrahmen für regelmäßiges, intensives Training im Homegym suchen.
- Personen mit unterschiedlichen Körpergrößen und Schrittlängen, die von den vielfach verstellbaren Positionen von Sattel und Lenker (Schrittlänge etwa 71–95 cm, Körpergröße ca. 150–195 cm) profitieren möchten.
- Indoor-Cycling-Fans, die einen sehr leisen Lauf mit Riemenantrieb und Magnetbremse schätzen und häufig in der Wohnung oder in Mehrfamilienhäusern trainieren.
- Nutzer, die den Widerstand bewusst manuell über einen Drehknopf steuern möchten und die Lastanzeige in 100 Stufen (1–100 %) zur Orientierung nutzen.
- Trainierende, die ihre Einheiten mit Apps wie Kinomap oder anderen iConsole-kompatiblen Anwendungen visuell aufwerten und Trainingsdaten digital erfassen möchten.
- Anwender, die ein dauerhaft aufgestelltes Bike als zentrales Cardiogerät im Homegym einplanen und den Fokus klar auf Mechanik, Laufruhe und Stabilität legen.
Weniger geeignete Nutzerprofile
- Personen, die ein sehr leichtes oder klappbares Trainingsgerät wünschen, das nach dem Workout schnell verstaut werden kann.
- Nutzer, die eine möglichst aufrechte Sitzposition mit tiefem Einstieg und breitem Komfortsattel wie bei einem klassischen Heimtrainer bevorzugen.
- Trainierende, die eine automatische Widerstandssteuerung durch Apps oder Wattprogramme erwarten, bei der das Gerät die Last selbstständig nach Profilvorgabe anpasst.
- Wer einen großen, integrierten Multimedia-Trainingscomputer mit vielen Onboard-Programmen und breiter Funkprotokoll-Unterstützung (inkl. ANT+) sucht, sollte auf entsprechend spezialisierte Systeme ausweichen.
Alternative Indoor-Bikes im Überblick
Häufige Fragen zum Joroto X4S Bluetooth Heimtrainer
Für welche Körpergrößen ist das Joroto X4S geeignet?
Durch den 4-fach verstellbaren Sattel und Lenker mit mehreren Stufen nach oben und unten sowie jeweils etwa 7 cm Verstellbereich nach vorne und hinten deckt das Bike einen breiten Bereich ab. Geeignet sind laut Spezifikation Schrittlängen von etwa 71 bis 95 cm und Körpergrößen von ungefähr 150 bis 195 cm.
Wie wird der Widerstand eingestellt?
Die Last wird über einen großen Drehknopf reguliert, der ein Magnetbremssystem ansteuert. Auf dem Display lässt sich die eingestellte Last in 100 Stufen von 1 % bis 100 % ablesen. Zusätzlich steht eine Notbremsfunktion zur Verfügung, mit der sich das Schwungrad bei Bedarf schnell abbremsen lässt.
Wie laut ist das Training mit dem X4S?
Der Multirillenen-Riemenantrieb in Kombination mit den zwei Schwungrädern und der Magnetbremse sorgt für einen sehr ruhigen Lauf. Das Geräuschprofil ist wohnungstauglich und eignet sich auch für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern oder zu Randzeiten.
Welche Trainingsdaten zeigt der Bordcomputer an?
Die Bluetooth-fähige, hintergrundbeleuchtete Konsole zeigt unter anderem Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Trittfrequenz (RPM), Kalorien, Laststufe (1–100 %) und – bei gekoppeltem Herzfrequenzband oder Smartband – die Herzfrequenz (BPM) an. Die Entfernung kann in Kilometern oder Meilen dargestellt werden.
Ist das X4S mit Trainings-Apps kompatibel?
Das Bike nutzt das iConsole-Bluetooth-Protokoll und ist damit mit vielen gängigen Trainings-Apps kompatibel. In Verbindung mit einer entsprechenden Anwendung können virtuelle Strecken, Kurse und Trainingsaufzeichnungen genutzt werden. Die Widerstandsregelung bleibt dabei manuell am Drehknopf, auch wenn Streckenprofile oder Trainingsvorgaben in der App angezeigt werden.
Benötigt das Bike einen Stromanschluss?
Der Antrieb mit Riemen und Magnetbremse arbeitet mechanisch und benötigt keinen Netzstrom. Die Konsole wird über Batterien versorgt, sodass das Bike unabhängig von einer festen Steckdose platziert werden kann.
Welche Besonderheiten bietet der Lieferumfang?
Im Lieferumfang enthalten sind das Joroto X4S, die benötigten Aufbauwerkzeuge und eine Anleitung. Zusätzlich wird ein kostenloser Ersatzteilservice für ein Jahr zugesichert. Nach Kontaktaufnahme kann ein Kinomap-Aktivierungscode genutzt werden, mit dem insgesamt bis zu 44 Tage kostenfreier Zugriff auf die Trainingsinhalte möglich sind.
Fazit
Das Joroto X4S ist ein klassisch gedachtes Spinning-Bike mit moderner, leiser Mechanik: Riemenantrieb, Magnetbremse, stabile Rahmenplattform. Es überzeugt besonders dort, wo ein Gerät täglich funktionieren soll – ohne Theater, ohne Lüfterlärm, ohne Rappeln. Die manuelle Lastregelung ist bewusst gewählt: Wer gerne selbst „dreht“ und sich an Trittfrequenz und Puls orientiert, erhält damit ein unmittelbares, studioähnliches Trainingsgefühl. Die Konsole bleibt schlank – das ist konsequent, solange Tablet, Uhr oder TV die Inhalte liefern. Grenzen gibt es klar benannt: keine Auto-Last via App, kein ANT+, und in seltenen Fällen Bedarf an Service. Dass ebendieser Service ernst nimmt, was anliegt, rechtfertigt das Vertrauen in die Plattform zusätzlich.
Unterm Strich empfiehlt sich das X4S für alle, die ein leises, standfestes und ehrliches Indoor-Bike suchen – eines, das die Trainingsarbeit nicht digital verrechnet, sondern mechanisch verlässlich macht. Wer dagegen smarte Automatikprofile, breite Funkprotokolle und große, beleuchtete Displays im Gerät selbst erwartet, sollte Alternativen mit elektrischer Laststeuerung prüfen. In seinem angestammten Revier aber – dem ruhigen, manuellen, handfesten Indoor-Cycling – liefert das Joroto X4S genau das, was zählt: solide Performance, einfache Bedienung und ein Fahrgefühl, das man gerne wiederholt.
Zusätzliche Informationen
| Produktmerkmale | Markenname JOROTO |
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